Kategorie:Domains
Unsere Domain-Abteilung gliedert sich in folgende Bereiche:
* Domainregistrierung * Treuhandservice / Treuhanddienste * DNS Dienste * Corporate Domain Services
Domainregistrierung
Eine Domainregistrierung ist die verbindliche Reservierung eines Domainnamens unterhalb einer bestimmten Domainendung.
Beispiel:
| Bestandteil | Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|
| Domainname | meinefirma.de
|
Vollständige Domain |
| Second-Level-Domain | meinefirma
|
frei gewählter Name unterhalb der Endung |
| Top-Level-Domain | .de
|
Domainendung |
Eine Domain wird nicht dauerhaft gekauft wie ein Gegenstand, sondern für einen bestimmten Zeitraum registriert. Der Inhaber erhält damit das Nutzungsrecht an dieser Domain, solange die Domain regelmäßig verlängert und bezahlt wird.
Typische Registrierungszeiträume sind:
| Zeitraum | Bedeutung |
|---|---|
| 1 Jahr | häufigster Abrechnungszeitraum |
| 2 Jahre | längere Vorauszahlung und Verlängerung |
| mehrere Jahre | je nach Domainendung möglich |
Nach Ablauf des Registrierungszeitraums muss die Domain verlängert werden. Erfolgt keine Verlängerung, kann die Domain nach Ablauf bestimmter Fristen gelöscht und später von Dritten neu registriert werden.
Wichtiger Unterschied: Domain und Webhosting
Eine Domain alleine enthält noch keine Webseite, keine E-Mail-Adresse und keinen Speicherplatz.
| Leistung | Zweck |
|---|---|
| Domainregistrierung | Reserviert den Namen, z. B. meinefirma.de
|
| Nameserver / DNS | Legt fest, wohin die Domain technisch zeigt |
| Webhosting | Speichert Webseite, Dateien, Datenbanken usw. |
| E-Mail-Dienst | Ermöglicht Postfächer wie info@meinefirma.de
|
Eine Domain ist daher meist die Grundlage, benötigt aber zusätzlich DNS-Einstellungen und passende Dienste wie Webhosting oder E-Mail.
NIC
NIC bedeutet ursprünglich Network Information Center.
Im Domainbereich bezeichnet NIC meist die zentrale Verwaltungsstelle oder technische Informationsstelle einer Domainendung. Bei vielen Domainendungen wird heute häufiger der Begriff Registry verwendet.
Die Registry bzw. das NIC verwaltet die jeweilige Domainendung technisch und organisatorisch.
Beispiele:
| Domainendung | Zuständige Stelle / Registry | Art |
|---|---|---|
.de
|
DENIC | nationale Domainendung für Deutschland |
.at
|
nic.at | nationale Domainendung für Österreich |
.ch
|
SWITCH | nationale Domainendung für die Schweiz |
.com
|
Verisign | generische Domainendung |
Das NIC bzw. die Registry legt fest, welche technischen und organisatorischen Regeln für eine Domainendung gelten.
Dazu gehören unter anderem:
| Regelbereich | Beispiel |
|---|---|
| Registrierungsdauer | 1 Jahr, 2 Jahre oder andere Intervalle |
| erlaubte Zeichen | Buchstaben, Zahlen, Bindestriche, IDN-Sonderzeichen |
| Mindest- und Maximallänge | z. B. mindestens 2 oder 3 Zeichen |
| Nameserver-Anforderungen | Anzahl und technische Erreichbarkeit der Nameserver |
| Inhaberdaten | erforderliche Kontaktdaten |
| Transferregeln | Auth-Code, Sperrfristen, Bestätigungspflichten |
| Lösch- und Wiederherstellungsfristen | Redemption-Period, Pending-Delete usw. |
Das bedeutet: Nicht der Webhoster bestimmt die Grundregeln einer Domainendung, sondern die jeweilige Registry bzw. das zuständige NIC.
Domainendungen
Domainendungen heißen technisch Top-Level-Domains oder kurz TLDs.
Die Domainendung steht ganz rechts im Domainnamen.
Beispiel:
meinefirma.de
Hier ist .de die Domainendung.
ccTLD
ccTLD bedeutet country-code Top-Level-Domain.
Das sind länderbezogene Domainendungen mit meist zwei Buchstaben.
Beispiele:
| ccTLD | Land / Gebiet |
|---|---|
.de
|
Deutschland |
.at
|
Österreich |
.ch
|
Schweiz |
.fr
|
Frankreich |
.nl
|
Niederlande |
ccTLDs haben oft eigene nationale Regeln. Manche sind frei registrierbar, andere setzen einen lokalen Wohnsitz, Firmensitz oder besondere Nachweise voraus.
gTLD
gTLD bedeutet generic Top-Level-Domain.
Das sind generische Domainendungen, die nicht direkt einem Land zugeordnet sind.
Beispiele:
| gTLD | Typische Verwendung |
|---|---|
.com
|
Unternehmen, internationale Projekte |
.net
|
Technik, Netzwerke, allgemeine Nutzung |
.org
|
Organisationen, Vereine, Projekte |
.info
|
Informationsangebote |
.shop
|
Shops und Handel |
Auch generische Domainendungen haben eigene Registrierungsregeln, Preise und Laufzeiten.
SLD / Second-Level-Strukturen
Bei manchen Ländern wird die eigentliche Registrierung nicht direkt unter der Landesendung vorgenommen, sondern unter einer festen Unterstruktur.
Beispiel:
firma.co.uk
Dabei ist:
| Bestandteil | Bedeutung |
|---|---|
.uk
|
Länderendung für Großbritannien |
.co.uk
|
feste Registrierungsstruktur für kommerzielle Domains |
firma.co.uk
|
registrierte Domain |
Weitere Beispiele:
| Struktur | Bedeutung |
|---|---|
.co.uk
|
kommerzielle Domains in Großbritannien |
.org.uk
|
Organisationen in Großbritannien |
.com.au
|
kommerzielle Domains in Australien |
.co.jp
|
Unternehmen in Japan |
Solche festen Strukturen wirken wie eigene Domainendungen, obwohl technisch mehrere Ebenen beteiligt sind.
Nameserver
Nameserver sind die technischen Auskunftsserver einer Domain.
Sie beantworten DNS-Anfragen und teilen dem Internet mit, welche Server für eine Domain zuständig sind.
Typische DNS-Einträge sind:
| DNS-Eintrag | Zweck |
|---|---|
A
|
IPv4-Adresse einer Webseite oder eines Servers |
AAAA
|
IPv6-Adresse einer Webseite oder eines Servers |
MX
|
Mailserver für E-Mail-Empfang |
CNAME
|
Alias auf einen anderen Hostnamen |
TXT
|
Textinformationen, z. B. SPF, DKIM, Verifikation |
NS
|
zuständige Nameserver der Domain |
SOA
|
technische Startinformation der DNS-Zone |
Für Domains bei Millennium Arts ISP werden üblicherweise folgende Nameserver verwendet:
| Nameserver | Zweck |
|---|---|
ns1.maisp.de
|
primärer Nameserver |
ns2.maisp.de
|
zusätzlicher Nameserver |
ns3.maisp.de
|
zusätzlicher Nameserver |
ns4.maisp.de
|
zusätzlicher Nameserver |
Diese Nameserver enthalten die DNS-Zone der Domain.
Beispiel:
meinefirma.de verwendet:
ns1.maisp.de ns2.maisp.de ns3.maisp.de ns4.maisp.de
Dann fragt das Internet bei diesen Nameservern nach, wohin meinefirma.de, www.meinefirma.de oder mail.meinefirma.de zeigen.
DNS-Zone
Die DNS-Zone ist die technische Konfigurationsdatei einer Domain.
Sie enthält die Einträge, die bestimmen, welche Dienste unter der Domain erreichbar sind.
Vereinfachtes Beispiel:
meinefirma.de. A 192.0.2.10 www.meinefirma.de. CNAME meinefirma.de. meinefirma.de. MX 10 mail.meinefirma.de. mail.meinefirma.de. A 192.0.2.20 meinefirma.de. TXT "v=spf1 mx -all"
Bedeutung:
| Eintrag | Bedeutung |
|---|---|
meinefirma.de A 192.0.2.10
|
Die Hauptdomain zeigt auf eine IPv4-Adresse |
www CNAME meinefirma.de
|
www.meinefirma.de zeigt auf die Hauptdomain
|
MX mail.meinefirma.de
|
E-Mails werden an mail.meinefirma.de zugestellt
|
TXT SPF
|
legt fest, welche Server E-Mails für die Domain versenden dürfen |
Technischer Ablauf einer Domainregistrierung
Der Ablauf einer Domainregistrierung erfolgt über mehrere technische und organisatorische Stellen.
Beteiligte Stellen
| Stelle | Aufgabe |
|---|---|
| Kunde | bestellt die Domain |
| Provider / Webhoster | nimmt die Bestellung entgegen und verwaltet die Domain für den Kunden |
| Registrar | ist direkt bei der Registry angebunden und führt Registrierungen aus |
| Registry / NIC | verwaltet die Domainendung, z. B. .de
|
| Root-DNS-System | verweist weltweit auf die zuständige Registry einer TLD |
| Nameserver | beantworten die konkreten DNS-Anfragen zur Domain |
Ablauf Schritt für Schritt
| Schritt | Vorgang | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Der Kunde bestellt eine Domain, z. B. meinefirma.de
|
Der gewünschte Domainname wird geprüft |
| 2 | Der Provider prüft, ob die Domain noch frei ist | Domain ist frei oder bereits vergeben |
| 3 | Der Provider übermittelt die Registrierung über einen Registrar | Die Bestellung wird technisch an die Registry weitergegeben |
| 4 | Die Registry prüft die Regeln der Domainendung | z. B. erlaubte Zeichen, Nameserver, Laufzeit |
| 5 | Die Domain wird in der Registry-Datenbank eingetragen | Der Kunde erhält das Nutzungsrecht an der Domain |
| 6 | Die zuständigen Nameserver werden hinterlegt | z. B. ns1.maisp.de bis ns4.maisp.de
|
| 7 | Die DNS-Zone wird auf den Nameservern eingerichtet | Webseite, E-Mail und weitere Dienste können konfiguriert werden |
| 8 | Die Information verteilt sich im DNS-System | Die Domain wird weltweit erreichbar |
Weltweiter DNS-Ablauf
Wenn ein Besucher www.meinefirma.de aufruft, läuft technisch vereinfacht Folgendes ab:
Browser | v DNS-Resolver des Internetanbieters | v Root-Nameserver | v Nameserver der TLD .de | v zuständige Nameserver der Domain | v ns1.maisp.de / ns2.maisp.de / ns3.maisp.de / ns4.maisp.de | v IP-Adresse des Webservers | v Webseite wird geladen
Erklärung des Ablaufs
| Schritt | Beschreibung |
|---|---|
| 1 | Der Browser benötigt die IP-Adresse zu www.meinefirma.de
|
| 2 | Der DNS-Resolver fragt zuerst, wer für .de zuständig ist
|
| 3 | Das Root-DNS-System verweist auf die Nameserver der Domainendung .de
|
| 4 | Die .de-Nameserver verweisen auf die eingetragenen Nameserver der Domain
|
| 5 | Für Domains bei Millennium Arts ISP sind das z. B. ns1.maisp.de bis ns4.maisp.de
|
| 6 | Einer dieser Nameserver liefert den passenden DNS-Eintrag zurück |
| 7 | Der Browser verbindet sich mit der erhaltenen IP-Adresse |
| 8 | Die Webseite wird vom Webserver ausgeliefert |
Delegation einer Domain
Die Registry speichert nicht alle DNS-Einträge einer Domain.
Sie speichert im Normalfall nur, welche Nameserver für eine Domain zuständig sind.
Das nennt man Delegation.
Beispiel:
| Domain | Delegierte Nameserver |
|---|---|
meinefirma.de
|
ns1.maisp.de
|
ns2.maisp.de
| |
ns3.maisp.de
| |
ns4.maisp.de
|
Die eigentlichen DNS-Einträge wie Webseite, Mailserver oder TXT-Einträge liegen dann in der DNS-Zone auf diesen Nameservern.
Warum mehrere Nameserver?
Mehrere Nameserver erhöhen die Ausfallsicherheit.
Wenn ein Nameserver nicht erreichbar ist, können andere Nameserver weiterhin antworten.
Deshalb werden bei Millennium Arts ISP mehrere Nameserver verwendet:
ns1.maisp.de ns2.maisp.de ns3.maisp.de ns4.maisp.de
Das verbessert die technische Erreichbarkeit der Domain und entspricht den üblichen Anforderungen vieler Registries.
Domain, Nameserver und Hosting im Zusammenspiel
Eine Domain funktioniert technisch nur dann sinnvoll, wenn mehrere Ebenen korrekt zusammenarbeiten.
| Ebene | Aufgabe | Beispiel |
|---|---|---|
| Domain | Name des Angebots | meinefirma.de
|
| Registry / NIC | verwaltet die Domainendung | .de
|
| Nameserver | verwalten DNS-Einträge | ns1.maisp.de bis ns4.maisp.de
|
| DNS-Zone | enthält technische Zielangaben | A, MX, TXT
|
| Webserver | liefert Webseite aus | Hosting-Speicherplatz |
| Mailserver | verarbeitet E-Mails | Postfach / Maildienst |
Beispiel: Domain zeigt auf Webseite und E-Mail
Ein Kunde registriert:
meinefirma.de
Die Domain nutzt folgende Nameserver:
ns1.maisp.de ns2.maisp.de ns3.maisp.de ns4.maisp.de
Die DNS-Zone enthält beispielsweise:
| Name | Typ | Ziel | Bedeutung |
|---|---|---|---|
meinefirma.de
|
A
|
Webserver-IP | Hauptdomain öffnet die Webseite |
www.meinefirma.de
|
CNAME
|
meinefirma.de
|
WWW-Adresse zeigt auf die Hauptdomain |
meinefirma.de
|
MX
|
mail.maisp.de
|
E-Mail-Empfang läuft über den Mailserver |
meinefirma.de
|
TXT
|
SPF-Eintrag | Schutz vor unberechtigtem Mailversand |
Verlängerung und Abrechnung
Domains werden in festen Intervallen abgerechnet.
Das Intervall hängt von der jeweiligen Domainendung und vom gewählten Registrierungszeitraum ab.
Beispiele:
| Registrierungszeitraum | Abrechnung |
|---|---|
| 1 Jahr | jährliche Berechnung |
| 2 Jahre | Berechnung für zwei Jahre im Voraus |
| mehrere Jahre | Berechnung für den gesamten gewählten Zeitraum |
Wird eine Domain verlängert, bleibt sie weiterhin für den Inhaber registriert.
Wird sie nicht verlängert, kann sie je nach Domainendung verschiedene Phasen durchlaufen:
| Phase | Bedeutung |
|---|---|
| Ablaufdatum erreicht | Domain wurde nicht rechtzeitig verlängert |
| Sperrphase / Grace Period | Domain kann oft noch verlängert werden |
| Wiederherstellungsphase / Redemption Period | Wiederherstellung ist oft nur noch kostenpflichtig möglich |
| Löschphase / Pending Delete | Domain wird endgültig zur Löschung vorbereitet |
| Freigabe | Domain kann von Dritten neu registriert werden |
Die genauen Fristen sind je nach Domainendung unterschiedlich und werden vom jeweiligen NIC bzw. von der Registry festgelegt.
Domaintransfer
Ein Domaintransfer ist der Umzug einer Domain von einem Provider zu einem anderen Provider.
Dabei bleibt die Domain selbst erhalten. Es ändert sich nur die verwaltende Stelle.
Typischer Ablauf:
| Schritt | Beschreibung |
|---|---|
| 1 | Der bisherige Provider stellt einen Auth-Code bereit |
| 2 | Der neue Provider startet den Transfer |
| 3 | Die Registry prüft den Auth-Code |
| 4 | Die Domain wird zum neuen Provider übertragen |
| 5 | Nameserver und DNS-Zone werden geprüft oder angepasst |
Wichtig:
Ein Domaintransfer ändert nicht automatisch die Webseite oder die E-Mail-Inhalte. Entscheidend ist, welche Nameserver und DNS-Einträge nach dem Transfer aktiv sind.
Häufige Missverständnisse
| Missverständnis | Richtig ist |
|---|---|
| Eine Domain ist dauerhaft gekauft | Eine Domain wird für einen Zeitraum registriert und muss verlängert werden |
| Eine Domain enthält automatisch eine Webseite | Für eine Webseite wird zusätzlich Webhosting benötigt |
| Eine Domain enthält automatisch E-Mail | Für E-Mail werden Mailserver, Postfächer und DNS-Einträge benötigt |
| Die Registry speichert alle DNS-Einträge | Die Registry speichert normalerweise nur die zuständigen Nameserver |
| Nameserver sind Webserver | Nameserver liefern DNS-Auskünfte, aber keine Webseiten |
| Ein Provider kann jede Domainregel frei bestimmen | Grundregeln legt die Registry bzw. das NIC der Domainendung fest |
Kurzfassung
Eine Domainregistrierung reserviert einen Domainnamen für einen bestimmten Zeitraum.
Die jeweilige Domainendung wird von einem NIC bzw. einer Registry verwaltet. Diese Stelle legt die technischen und organisatorischen Regeln fest.
Damit eine Domain weltweit funktioniert, werden Nameserver eingetragen. Bei Millennium Arts ISP sind dies üblicherweise:
ns1.maisp.de ns2.maisp.de ns3.maisp.de ns4.maisp.de
Diese Nameserver enthalten die DNS-Zone der Domain. Dort wird festgelegt, wohin Webseite, E-Mail und andere Dienste zeigen.
Eine Domain muss regelmäßig verlängert und bezahlt werden. Ohne Verlängerung kann sie nach Ablauf der jeweiligen Fristen gelöscht und später von Dritten neu registriert werden.
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